Manchmal verlieren wir und manchmal gewinnen die Anderen

Bericht der 2.Mannschaft zum  Heimspiel am 05.November gegen Flörsheim 3               von Damien Peteani

Es sind eine dieser Tage, die ich am liebsten vergessen würde. Die Dristess des Wetters färbt sich auf mein Gemüht. DIe Last des Mannschaftsführers wiegt schwer auf meinen Schultern. Meine Frau hatte gut zu Mittag gekocht. Wir waren vollzählig (!!!)  und konnten sogar noch Ahmad an die 1.Mannschaft abgeben. Ich lief meinen 5 minütigen Fußweg zum Amtsgericht als mein Handy vibrierte. 12:43 Uhr. Kathrin teilt mir mit, dass der Spieler Y Ihr gerade geschrieben hat, dass er doch nicht kann. Das schreibt Sie mit rotem Smily, ich antworte besser nicht. Wir sind halt nicht beim Fußball: Wo jeder Spielen will und ich dann halt nur noch 3 Leute auf der Auswechselbank habe. Ach, das war eine tolle Zeit damals als Trainer in Nieder-Ramstadt... Ich beruhige mich beim Aufbau von 8 Brettern samt Figuren, Schreibunterlage, Uhren (sollte doch mal jeder Schachspieler zu stellen lernen,oder?) und Kugelschreibern. Die Flörsheimer kommen früher als wir, aber das macht mir nichts mehr aus. Ich habe einmal außen und einmal innen für uns aufgebaut. Das merken 2 Spieler an. Soll ich es ändern. Nein. Ok gut. Kaffe koche ich noch, gerne auf meine Bedenkzeit. Diese Ironie wird überhört. Sie wollen wirklich Kaffee. Es gibt auch leider keine Milch und der Kaffee kostet 1 Euro. Auch das kann Sie nicht hindern.Ihr Kaffedurst in unersättlich.

Ich mache ein paar Züge, koche eine Kanne Kaffee und setze mich nicht ahnend an mein Brett. Da geht die Tür auf. Vielleicht jemand auf dem Klo gewesen. Ach nein, ein Spieler der 1.Mannschaft. Ein schwer zu erreichender. Es ist14:20 Uhr.  "Ich dachte es wäre Heimspiel". Nein in Ffm-Höchst. Es herrscht allgemeine Erheiterung. Er geht von dannen. Ich komme ins Grübeln, wie kann das sein. Keinen Kalender, kein Internet, Kein Handy? Schade. Eigentlich bräuchte ich als Mannschaftsführer 30 Minuten extra. Ich fühle mich wie beim Simultan. Absage, Falscher Ort, 1 kampfloser Punkt. Ach ja, meine Stellung.

Brett 1 Klaus ausgeglichen. 2+3 auch. Brett 4 scheint Andreas etwas aus der Eröffnung zu holen. Hanno hat etwas weniger. Jean steht schlecht.  Das leere Brett ist immer noch leer. Herbert einen Bauern mehr. Sein Gegner klein Ruppert der Sohn vom Wolfgang. Jean verliert nach 2 Stunden. Also 2 Punkte hinten. Thomas steht etwas besser und bietet Remis. Keine Nachfrage beim Mannschaftsführer. Die Emanzipation des Individuums. Hanno macht das Gleiche. 33 Züge. Leider gibt meine Stellung nichts her. Nach Zügen wie g3, b3, Sd2, ist es schwer einen Vorteil rauszuspielen. Ich biete Remis. Mein Gegner zum  Mannschaftsführer. Der studiert erst mal gemütlich meine Partie.  Das gefällt mir nicht. Ich mache meine Unmut luft. Remis? Ok, es wird Remis. Der Gegner von  Andreas stellt einen Turm ein. Aber er hatte schon ne Figur für einen Bauern. Dann gleich Handshake. Herbert holt sich 2 Damen und setzt Matt. Es ist 18 Uhr: 3,5 zu 3,5. Klaus kämpft in einem Turmendspiel mit Minusbauern ums überleben. Kurz nach halb Sieben: Er hat es überlebt, seine Stellung leider nicht. So verlieren wir 3,5 zu 4,5 und ich bekomme den ganzen Abend nur eines nicht aus dem Kopf: Hätte, hätte, Fahradkette....





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