2 Zuschauer außer Rand und Band- 7.Spieltag MTS




Autor: Damien Peteani

Eine Warnung vorweg: Ich bin noch euphorisiert. Der rationale, nüchterne Deutsche wird mich erst so gegen 21 Uhr erreichen(auf dem  Weg Richtung Bett und Montagmorgen). Deshalb werde ich diesen Artikeln mit wenig Fakten spicken (für Statistikfreunde verweise ich auf die Eppsteiner Homepage) und die emotionale Achterbahn im Hexenkessel auf Altes Amtsgericht so gut ich es kann schildern. Mit meiner fünfjährigen Tochter, die angehalten war bei jedem Nachdenken auf des Gegners Bedenkzeit laut "langweilig" zu rufen (-Ironie off) ging es hoch unters Dach. Der Sturm peitschte gegen die Fenster und ich wusste: Das wird nicht irgendein Schachsonntag. Die Blicke der Teammitglieder starr und bereit, alle Partien der Gegner im Kopf, die Finger knackend. Als würde nichts passieren las Kamil Sander die Aufstellung vor. Nüchtern, sachlich, einen hauch von Egalheit in der Stimme. Gut gemacht. Wie der Vorspann eines Krimis aus den 50 er Jahren. Nach all den Zahlen und Namen, folgt das Meisterstück. 

Brett 1: Ralf Pleyer: Er kam ganz gut aus der Eröffnung. Ich gehe nicht auf seine Partie ein. Ich habe Sie nicht verstanden, Wie ein Kommentator der noch bei Manndeckung, Innenläufer und Libero stehengeblieben ist. Gegenpressing? Raumdeckung? Ballorientiertes verschieben? Alles böhmische Dörfer. Und trotzdem darf ich schreiben, da sich kein Schreiberling über meiner DWZ von 1570 meldet. Ich überdecke mein fehlendes Schachwissen mit Anekdoten und WItzeleien. Es tur mir Leid.
Vieles bleibt mir verschlossen- außer Zeitnot und Regelverstöße-aber dazu kommen wir noch.
Am Ende ein  Remis für Ralf. Gut gemacht, gegen den starken Erich Zweschper. (Ende nach circa 3,5 Stunden). Nein, keine Chronologie. Es geht um Schach. Etwas Anspruch gefällig.

Brett 2: Norbert: Ach, wie er spielt im Moment. Heute ohne Ohrstöpsel und auch für ein Spässchen mit meiner Tochter vor dem Toilettengang zu haben. "Toll angemalt den Tiger" "Danke" Und dann zu mir:"Ich wusste gar nicht, dass deine Schachmänner alle so nett sind" Ich auch nicht.

Brett 3:  Kamil Sander. Irgendeine Eröffnung, die er irgendwie mit irgendeinem Mehrbauern beendete. Rochade, Zentrum, offene Turmlinie,  Material, Läuferpaar. Toll gemacht. Einzutauschen gegen etwas mehr Restbedenkzeit.

Brett 4: Christian Tischer. Caro-Can. Er mit Schwarz, gut. Gegner kann es nicht. Bauer weg Stellung weg. Nerven weg. Anstand weg? Christian steht auf. Gegner zieht die Dame auf ein ganz schlechtes Feld, drückt die Uhr, merkt es stellt die Dame zurück auf D1, dann möchte Sie doch nach e2. Gar nicht fein. Kostet eine Figur. Läufer weg. Nachher nochmal den Turm angefasst, losgelassen, 10 Minuten überlegt und dann doch den anderen Turm gezogen. Naja. Er verliert und spricht: "Das war meine schlechteste Partie" Und ich zu Chrsitian:" Ich hoffe auch seine unfairste."

Brett 5: Andreas Bonsen: Schön gespielt. Bauer mehr. Endspiel. Gut die Springer abgetauscht und dann gewonnen. Er lässt Endspiele immer so leicht aussehen. Tarrasch bewies mir ja schon lange:" Wer keine Endspiele kann, kann kein Schach spielen".




Brett 6: Jemand noch ein paar Minuten Zeit für unseren Freud Peter. Da geht er der Peter, leider Richtung Zeitnot. Er wickelt aber geschickt ab. Remis.

Brett 7: Frank Pleyer: Wie immer solide. Wir führten 2-0 und der Gegner bot Remis an. Das ist nett. Nemmer doch glatt an.

Brett 8: Günter: Für mich sah es sehr ausgeglichen und zugezogen aus, aber am Ende war es dann sehr schnell verloren. Peter sagt: Schau dir mal im 30. Zug g4 an. 

Am Ende 5-3. Es darf weiter geträumt werden. Schönen Sonntag noch.

PS:  Noch schnell ein Foto der Tabelle, solange wir noch Erster sind.











































Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine Nachricht: